ADAC Postbus Busreisen – Ein Streckentest

ADAC Postbus Busreisen – Ein Streckentest

Meine Testfahrt mit dem ADAC Postbus von Köln nach Berlin beginnt bald. Die Uhr zeigt 07.20 Uhr und ich warte an der Haltestelle in Köln auf die Ankunft des Busses. Gegenüber ist die Trainings Eishalle der Kölner Haie. Ob die Cracks auch mit dem Bus reisen? Ich vermute eher nicht.

Haltestelle in Köln

Postbus Test 4

 Sieht etwas unscheinbar aus, aber gut erkennbar

Alles auf einen Blick

Postbus Test 5

Der ADAC Postbus gilt als Tochterunternehmen des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) und dem DAX-Konzern Deutsche Post. Die Informationen lese ich auf der Internetseite des Anbieters. ADAC macht Sinn (trotz allem 🙂 ), Post naja – schaun wir mal. 07.21 Uhr – der typisch postgelbe Bus biegt um die Ecke und ich fische nach dem Ticket in meiner Tasche.

Mit dem ADAC Postbus von Köln nach Berlin

Laut Plan beginnt die Fahrt von Köln zur Hauptstadt 07.25 Uhr. An einem Samstag staut sich der Verkehr auf den Straßen, daher umfasst die Dauer der Reise mitsamt Pausen neun Stunden. Der ADAC Postbus passiert neun Haltestellen, bis er an sein Ziel kommt. Somit erreicht er voraussichtlich gegen 16.30 Uhr Berlin. Mit meiner Fahrkarte in der einen und meinem Rollkoffer in der anderen Hand schlendere ich auf die Tür des Busses zu. Der Fahrer nimmt meine Karte entgegen. Das wirkt ein wenig komisch, weil ich mit Bus fahren immer nur die normalen Fahrten mit dem ÖPNV verbinde. Hier komme ich mir eher wie bei einer Touristenfahrt vor. Es hat alles ein wenig mehr Zeit, Platz, Service.

Tickets für den ADAC Postbus gibt es nicht ausschließlich online. Mir blieb die Wahl, die kostenfreie Hotline des Buchungsservices zu nutzen oder die Fahrkarten in entsprechenden Geschäftsstellen zu kaufen. Mein Ticket stammt aus der Postfiliale. Gleichzeitig bestand für mich die Möglichkeit, mich an eine ADAC-Geschäftsstelle zu wenden.

Der Busfahrer erklärt mir, dass auch er bei einer kurzfristigen Planung der Reise Tickets verkauft. Er nennt mir die Nummer meines Sitzplatzes und nimmt meinen Koffer entgegen. Während er ihn zum Gepäckfach des Gefährts rollt, klettere ich in den angenehm klimatisierten Bus. Draußen ist es mir nämlich zu kalt geworden.

Ausstattung und Service der ADAC Postbusse

Pünktlich um 07.25 Uhr setzt sich der ADAC Postbus in Bewegung. Okay, ist auch der Startort der Reise. Das Gefährt wirkt voll, doch die großen, bequemen Sitzplätze garantieren genügend Bewegungsfreiheit. Besser als jede Economy Class im Flieger. Während der ersten Minuten der Fahrt nehme ich die moderne und komfortable Einrichtung des Busses wahr.  Mein Gepäckstück – ein großer Rollkoffer – nehme ich kostenfrei mit. Weiter vorn im Bus sehe ich Fahrräder. Diese nehmen die Reisenden ebenfalls kostenlos mit auf die Reise. Nach der Abfahrt verstehe ich auch warum die Haltestelle in Köln ein wenig außerhalb der Innenstadt liegt. Wir sind in 2 Minuten auf der Autobahn. Hm, das erspart uns die Kurverei durch die City. Macht dann doch Sinn.

Neben meinem Platz am Fenster entdecke ich eine Steckdose. Begeistert stöpsele ich mein Tablet ein komme über das kostenfreie WLAN in das ADAC Postbus Media Center. Dort wähle ich aus einem breiten Sortiment an aktuellen Filmen und Serien sowie einer Vielzahl Musikstücken und elektronischen Büchern. So entsteht mein individuelles Entertainment-Programm. Mit halbem Ohr lausche ich unserem Fahrer. Er klärt uns über die Sicherheitstechnik des Busses auf. Automatisch taste ich nach meinem Dreipunktsicherheitsgurt, als der Fahrer diesen erwähnt. Ich bleibe aber unangeschnallt. Da sehe ich nicht als notwendig an.

Der ADAC Fernbus nach Berlin verfügt über leicht zugängliche Toiletten. Für die nötige Verpflegung sorgt der Verkauf von Snacks und Getränken. Somit suche ich weder die Raststätte noch das WC des Rastplatzes auf, den der Busfahrer nach mehreren Stunden Fahrt auf der Autobahn anfährt.

Kaum öffnen sich die Türen, strömen die Insassen an mir vorbei. Dank des breiten Mittelgangs entsteht im Bus kein Stau, sodass ich schnell an die frische Luft komme. Ich vertrete mir die Beine. Der Busfahrer steht in der Nähe und unterhält sich angeregt mit zwei Fahrgästen. Er erzählt von seinen regelmäßigen Schulungs- und Qualifizierungs-Programmen. In festgelegten Abständen durchläuft jeder Bus einen Sicherheits-Check, erklärt der Mann.

Als wir wieder in den Bus steigen, schaue ich auf meine Uhr. 15.00 Uhr – lange dauert es nicht bis zu unserer Ankunft. Bei der angenehmen Busreise Köln Berlin vergeht die Zeit schnell.

Busbahnhof Berlin

Postbus Test 1

 Die Haltestelle war in Berlin sehr modern eingerichtet

 

Mein Fazit:

Ich habe jetzt noch nicht die großen Erfahrungen mit Busreisen, aber ich denke es wird im Laufe der Zeit mehr werden. Der Postbus ist für innerdeutsche Strecken eine absolute Alternative. Es dauert zwar länger als mit dem Flugzeug oder per Bahn, dafür ist es einfach günstiger und der Komfort ist gut. Vielleicht reisen die Kölner Haie nun doch mal mit dem Bus 🙂

 

Mein Bus war ziemlich neu

Postbus Test 3



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